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Gesundheit / Belastungen

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Gespräch mit Prof. Axel Haverich in "Hallo Niedersachsen" vom 21.01.2017, in der Mediathek des NDR zu sehen: www.ardmediathek.de/goto/tv/40091992

FOKUS Online / Gesundheit 17/01/2017

Hauptursache für Herzinfarkt:

 

Forschungssensation: Grippe, Feinstaub und Bauchfett verstopfen Arterien und sind damit ein Hauptrisiko für Herzinfarkte

 

Von FOCUS-Online-Autorin Petra Apfel

 

Dienstag, 17.01.2017, 14:01

Bisher dachte man, dass Fettablagerungen aus dem Blut Gefäße von innen verkalken lassen. Der Hannoveraner Professor Axel Haverich stellt die gängige Lehrmeinung auf den Kopf und sagt: Eine Mangelversorgung der Außenwand ist Auslöser von Arteriosklerose. Entzündungsprozesse wie eine Grippe sind die größte Gefahr.

  • Herzchirurg entwickelt neue Theorie zur Entstehung von Arteriosklerose.
  • Kernaussage: Entzündungen greifen Gefäße von außen an und führen zur Verengung.
  • Die beste Prävention ist daher, Entzündungsprozesse im Körper schnell zu unterbinden.

40 Prozent aller Todesfälle gehen in Deutschland auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück. Arteriosklerose, besser bekannt als Arterienverkalkung, ist dabei einer der häufigsten Auslöser für Herzinfarkt und Schlaganfall. Dabei behindern und blockieren verengte Gefäße den Blutfluss und damit die Versorgung  von Herz oder Gehirn.

Die Verengung entsteht, wenn sich Blutfette (Cholesterin), Gewebepartikel und Kalk an der Innenwand von Gefäßen ablagern. Begünstigt wird die Entwicklung der Arteriosklerose durch fett- und cholesterinreiche Ernährung und Bewegungsmangel. So lautet die bisherige Erklärung.

"Ich erwarte nur Gegenwehr"

Der Direktor der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover stellt diese gängige Lehrmeinung nun in einem Artikel im renommierten Fachmagazin „Circulation“ auf den Kopf. Herzchirurg Axel Haverich ist überzeugt, dass die Arteriosklerose nicht vom Inneren der Gefäße ausgeht, sondern von deren Außenwand. Die Ablagerungen (Plaques) kommen nicht aus dem Blutstrom, sondern sind Überreste abgestorbener Zellen der Gefäßwand. " Cholesterin spielt für die Arteriosklerose nur bei Menschen eine entscheidende Rolle, die an einer angeborenen Fettstoffwechsel leiden", erklärt Axel Haverich. 

Während viele Mediziner die Rolle von Cholesterin längst nicht mehr als bedeutsam sehen, sieht sich Axel Haverich mit seiner Theorie ziemlich allein, dass Mikrogefäße an der Arterienaußenwand die Arteriosklerose auslösen. "Ich weiß noch von einem Mediziner in Schweden und einer Ärztin in den USA, die schon in die gleiche Richtung dachten. Aber ich erwarte in den kommenden Wochen nur Gegenwehr."

Arteriosklerose hängt von Mikrogefäßen an der Arterienaußenwand ab

Dem Mediziner war bei Tausenden von Herz-, Gefäß- und Bypass-Operationen aufgefallen, dass auch Patienten mit hochgradig verstopften Arterien Gefäßabschnitte besaßen, die völlig sauber und durchlässig waren. „Viele Herzchirurgen machen sich diese bekannte Tatsache für Bypass-Operationen zu Nutze“, schreibt Axel Haverich.

Diese intakten Stellen sind dünnwandig, von Muskeln umgeben und frei von sogenannten Vasa Vasorum (VV). Das sind kleine Gefäße an der Außenwand von Arterien, die diese mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Den Knackpunkt erklärt Professor Haverich so: "Nur Gefäße mit einer dickeren Wand als 0,5 Millimeter benötigen die kleinen Gefäße zur Versorgung. Sie sprießen dann tief in die Gefäßwand ein. Dünnere Gefäße brauchen das nicht, sie werden von Muskeln stabilisiert, bewegt und vor der Verengung geschützt."

Erst verstopfen Mini-Gefäße, dann die Arterie

Die kleinen Versorgungsgefäße verschließen sich aber schnell durch Entzündungsreaktionen und durch Fettpartikel. Als Folge der Unterversorgung sterben dann die Zellen der mittleren Arterienwand ab. Axel Haverich: "Es kommt zu einem regelrechten Infarkt der Zellwand." Das Immunsystem baut die Zellen einschließlich der Fettreste ab. Und dadurch erst entstehen die  Plaques, die die Arterienwand verdicken und das Gefäß verschließen. „Arteriosklerose sollte eher als eine Erkrankung der Mikrogefäße gesehen werden. Die Arterien sind erst in der Folge betroffen“, stellt der Herzmediziner fest.

Entzündungen lösen die Arteriosklerose-Kaskade aus

Für Axel Haverich passt diese Erklärung auch zur Beobachtung anderer Wissenschaftler, dass die Herzinfarktrate nach Grippeepidemien oder bei hoher Feinstaubbelastung (Entzündungen im Körper!) deutlich ansteigt.

Er sieht seine Theorie aber auch durch sehr alte medizinische Entdeckungen bestätigt. So hatte 1924 ein Arzt in St. Petersburg an 300 Kindern arteriosklerotische Veränderungen festgestellt, die alle an einer Infektionskrankheit gestorben waren

Wichtigste Vorbeugung: Entzündungen vermeiden

Für Patienten bedeutet die neue Arteriosklerose-Theorie zunächst wenig für die Therapie, aber einiges für die Vorbeugung. Es gibt bisher keine Möglichkeit, die Gefäßverkalkung rückgängig zu machen. "Wir beginnen jetzt aber experimentelle Laborstudien zur Regeneration von Gefäßen. Dabei sollen Wachstumsfaktoren zum Einsatz kommen", erklärt der Mediziner. Ballonkatheter, Stents und Bypässe bleiben derzeit  die wichtigsten Methoden von Kardiologen und Herzchirurgen.

„Zu den üblichen Maßnahmen der Vorbeugung – gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Bewegung – gehört auch unbedingt, Infektionen möglichst zu verhindern und alle Entzündungen im Körper zu behandeln“, rät Axel Haverich. Dazu gehören:

  • die regelmäßige Grippeimpfung
  • die Sanierung  chronischer Entzündungen, z.B. von
  • Zahnfleisch
  • Magenschleimhaut
  • Nebenhöhlen
  • Arthrose

Auch der Abbau von Bauchfett trägt zur Reduzierung des Arteriosklerose-Risikos bei: Es produziert jede Menge Entzündungsstoffe.

 

 

Portrait Prof. Dr. Axel Haverich (WIKIPEDIA)

Ende 1978 erfolgte seine Approbation, ein Jahr später seine Promotion.[1] Die Phase als Assistenzarzt am Zentrum für Chirurgie der Hochschule endete 1985. Während dieser Zeit war Axel Haverich 1983 mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Forschungsassistent am Department of Cardiovascular Surgery der Stanford University beschäftigt.

1985 wurde er Oberarzt der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Zwei Jahre darauf erfolgte seine Habilitation.

1992 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Von 1993 bis 1996 war er als Direktor der Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie der Universität Kiel tätig. Als Direktor der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie kehrte er 1996 an die MHH zurück. 1995 erhielt er den Leibniz-Förderpreis für deutsche Wissenschaftler von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Mit diesem Preis gründete er 1996 die Leibniz Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe (LEBAO). Dort entwickelten er und sein Team eine mitwachsende Herzklappe.[1][2][3]

2017 stellte er eine neue These zur Entstehung der Arteriosklerose vor. Danach liegt die Ursache nicht in der Innenwand der Blutgefäße, sondern in deren eigenen feinen Kanälen (Mikrogefäßen, Vasa vasorum) zur Blutversorgung in ihrer Außenwand, die durch Entzündungen aufgrund von Infektionen oder Feinstaub verstopft werden. Die Plaques sind danach Folge abgestorbener Zellen der Gefäßwand. Ihm war als Chirurg aufgefallen, dass auch bei Patienten mit hochgradiger Arteriosklerose gesunde Gefäßabschnitte besaßen. Das waren solche, deren Wand dünner als 0,5 mm war und die somit keine Vasa vasorum (VV) zur Blutversorgung benötigten. Außerdem wurden diese durch Muskeln stabilisiert und bewegt. Werden die VV bei Entzündungen durch abgestorbene Zellen und Fettpartikel verstopft sterben in der Gefäßwand weitere Zellen ab und es kommt nach Haverich zur Bildung der Plaques. Das stimmt nach Haverich mit epidemiologischen Beobachtungen überein, dass Herzinfarkte nach Grippepidemien und Feinstaubbelastung anstiegen.

Haverich ist bzw. war Mitglied in zahlreichen Kommissionen und Gesellschaften. Dazu gehören u. a. die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (Vorstandsmitglied 1991 bis 1995), die Kommission für Tierexperimentelle Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (seit 1999), die Kommission für Stammzellforschung der Bundesärztekammer (seit 2000), der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2001 bis 2007), die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (seit 2003)[8] und der Senat der MHH (1999 bis 2003).[9]

Lärm macht krank

TA Lärm
Technisches Arbeitsblatt für Bauvorhaben betr. Lärmschutz, Lärm-Emissionen. Gesetzliche Vorgaben.
TA Lärm Gemengelage.doc
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Industrieschnee

Dies ist eine Aufnahme vom Borsteler Weg Richtung Depenbeck. Was hier sehr romantisch aussieht ist in Wahrheit das Ergebnis einer besonderen Wetterlage in Verbindung mit Industrie-Staub. Denn diese "Winterlandschaft" gab es nur in Bützfleth. In Assel oder Stade gab es keinen Schnee. Dieses Ereignis nennt man Industrie-Schnee. Es tritt nur bei hohen Staubkonzentrationen und entsprechenden Witterungsbedingungen auf.

weitere Fotos von Hans Schmidt :

Gefahr durch Feinstaub

Gesundheitliche Gefahren durch Feinstaub und Stickoxide
Gesundheitliche Wirkungen von Feinstaub und Stickstoffdioxid im Zusammenhang mit der Luftreinhalteplanung. Herausgegeben vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW aus dem Jahre 2010. Es wird auch auf die Auswirkungen von Lärm auf die Gesundheit eingegangen.
2010-10 gesundheitliche_wirkungen Feins[...]
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Windenergie-Rotorblattproduktion

Aus dem Genehmigungsbescheid für die Produktion von Rotorblättern von Windenergieanlagen geht hervor, dass bei AREVA (früher Prokon Nord) mit hochgiftigen Substanzen, die krebserregend und erbgutverändernd sind, gearbeitet wird. Entsprechend streng sind die Auflagen für die Mitarbeiter (Arbeitsschutz).

Die aus der Halle entweichenden gesundheitsschädlichen Gase sind nicht filterbar, entsprechend finden sich in dem vorliegenden rechtsgültigen Genehmigungsbescheid keinerlei Auflagen hinsichtlich einer Filterung oder Rückgewinnung dieser Stoffe.

Es hat bei AREVA 2012 eine Verpuffung gegeben, zu der seltsamerweise der Messzug der Feuerwehr nicht angefordert wurde.

In unserem Info-Blatt  "Stimme für Bützfleth" haben wir uns kritisch mit diesen Ereignissen auseinandergesetzt.

Genehmigungsbescheid Rotorblätter AREVA
2008-04-02 Genehmigungsbescheid Prokon.p[...]
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Gefahrenstoffe
2012-01 Technische RGefahrenstoffe S-560[...]
PDF-Dokument [22.0 KB]
Panne bei der Produktion von Rotorblättern
Dichte Gaswolke über Bützfleth. Anwohnern wird übel.
Wie wird die Bevölkerung bei solchen Unglücken gewarnt bzw. wie wird sie vorsorglich geschützt?
2012-12-22 Plastik Mief im Wohngebiet.jp[...]
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Stimme für Bützfleth vom 16.März 2013
Unser Info-Blatt "Stimme für Bützfleth" wird in unregelmäßigen Abständen an alle Bützflether Haushalte kostenlos ausgeliefert. Es beinhaltet wichtige Themen betreffend der Ortschaft , dem Ortsrat oder dem Stadtrat. Inhalte werden bei unseren monatlichen Treffen abgesprochen. Machen Sie mit! (siehe "Aktuelles")
2013-03-16 WGB Stimme für Bützfleth.doc
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