WGB - Wählergemeinschaft Bützfleth
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30.01.2019 Infoveranstaltung im Rathaus

Die Veranstaltung im Rathaus war gut besucht. Nach dem sachlichen Vortrag gab es viel Zeit, um Fragen der Besucher zu beantworten.

Der Bericht im Tageblatt vom 1.2.19 ist informativ, deshalb ist er hier eingestellt.

 

Allerdings mochte der Vertreter der DOW, Herr Engel,
die Frage nach dem CO2 Ausstoß pro kWh erzeugtem Strom in einem Kohlekraftwerk im Vergleich zu einem Gaskraftwerk nicht beantworten.
Das ist unverständlich, denn seit 2017 ist dem DOW-Management bekannt, daß ein LNG Terminal angedacht ist. Mit Sicherheit wird man bei der DOW über ein alternatives Gaskraftwerk zu dem geplanten Kohlekraftwerk nachgedacht haben.
Wie im Tageblatt dargestellt, sichert ein solches Terminal die Energieversorgung und macht von dem Gas aus der ehemaligen Sowietunion unabhängig.

Ein Kohlekraftwerk emittiert pro erzeugter kWh Strom 0,8 kg Co2, ein vergleichbares Gaskraftwerk 0,35 kg CO2. Das ist in der unterschiedlichen Chemie der beiden Brennstoffe begründet, also unabhängig davon, ob die Abwärme genutzt wird oder nicht.
Einer der größten Energieverbraucher Deutschlands ist bisher nicht bereit, sich öffentlich von seinen Plänen zu einem Kohlekraftwerk zu verabschieden und damit seine CO2 Emissionen zu halbieren.

Die Klimaveränderung wird erhebliche Investitionen in den Deichbau, in die Entwässerung des Niederschlagswassers im kommunalen Bereich und im Bereich der Schleusenverbände  erfordern. Die Ertüchtigung der Regenwasserleitungen wäre pikanterweise zum Teil über die Strabs zu finanzieren gewesen.


Die Stadt Stade liegt im Bereich einer Landschaft, in der hochwertige Nahrungsmittel erzeugt werden.  Zudem leben sehr viel Menschen im Emmissionsbereich der Industrie, 24 Stunden am Tag. Deshalb hat sich ein großer Teil der Bewohner unserer Region und auf dem anderen Elbufer, der Ortsrat Bützfleth, der Stadtrat  gegen die Inbetriebnahme einer Müllverbrennung ausgesprochen.  Es ist nun keineswegs so, dass während einer Kohleverbrennung keine Luftschadstoffe freigesetzt werden. Es sind weniger als bei der Verbrennung von Müll, aber sie sind da. Kohle lässt sich erheblich kontollierter verbrennen als inhomogener Müll, trotzdem sind Luftschadstoffe da.  Dagegen verbrennt Erdgas rückstandsfrei.

Die DOW sollte jetzt endlich Farbe bekennen und ihre finanziellen Interessen zurückstellen.

 

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